Glossar

Wahlärztin/Wahlarzt Wahlärztinnen und Wahlärzte sind freiberuflich tätige Ärztinnen und Ärzte, die in keinem Vertragsverhältnis zu Trägern der sozialen Krankenversicherung stehen. Sie sind in der Entscheidung, wo sie eine Ordination eröffnen wollen und in welchem Umfang diese betrieben werden soll, völlig autonom. Wahlärztinnen und Wahlärzte haben ihre ärztliche Leistung über Privathonorar mit dem Patienten zu verrechnen, die dann die Möglichkeit haben, bei ihrer Krankenkasse einen Rückersatz zu beantragen. (Österreichische Ärztekammer)
Kassenärztin/Kassenarzt Kassenärztinnen und Kassenärzte sind freiberuflich tätige Ärztinnen und Ärzte, die durch den Abschluss eines Einzelvertrags mit einer sozialen Krankenversicherung mit dieser in einer vertraglichen Beziehung stehen. Die Invertragnahme bei einer sozialen Krankenversicherung setzt eine entsprechende fachliche Eignung voraus und ist überdies an eine zeitliche Reihenfolge der Bewerbungen gebunden. Genannte, notwendige Voraussetzungen sind in der Reihungskriterienverordnung bzw in den Reihungsrichtlinien der Länderärztekammern detailliert angeführt. Vergütet wird die vertragsärztliche Leistung über die Honorarordnung, welche integraler Bestandteil des Gesamtvertrags ist. (Österreichische Ärztekammer)
Krankenordnung Jeder Versicherungsträger ist gesetzlich verpflichtet, eine Krankenordnung zu erlassen. Sie enthält Bestimmungen über das Verhalten des Versicherten im Erkrankungs- bzw. Leistungsfall. Die Krankenordnung wird vom Vorstand des Versicherungsträgers beschlossen, vom Bundesministerium für Gesundheit genehmigt und im Internet verlautbart. (BVA)
Rückerstattung Laut ASVG steht Patientinnen und Patienten die Rückerstattung der Wahlarztkosten, abhängig von der Höhe der in der Honorarordnung der jeweiligen Krankenkasse festgelegten Tarife, zu. Die Rückerstattung muss vom Versicherten bei seiner Krankenkasse beantragt werden. Einen Auszug der aktuellen Rückerstattungtarife der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse finden Sie hier.
ASVG Das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz (ASVG) beinhaltet die zentralen gesetzlichen Bestimmungen zur Sozialversicherung in Österreich. Es regelt die Pflichtversicherung der unselbständig Erwerbstätigen in Bezug auf Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung, sowie eine fallweise mögliche freiwillige Selbstversicherung und die Unfallversicherung der selbständig Erwerbstätigen. Seit dem Inkrafttreten am 1. Jänner 1956 wurde es allein bis 1999 in 55 Novellen an die jeweiligen aktuellen Verhältnisse angepasst und gehört mittlerweile zu den umfangreichsten Gesetzen Österreichs. (Wikipedia)
Degression beziehungsweise degressiv bezeichnet eine Verringerung (zum Beispiel von Kosten, Erlösen oder Preisen) bei gleichzeitiger Steigerung der Bezugsgröße (Wikipedia)