Zahlen und Fakten

Im Prinzip bekommen alle Krankenversicherten, die sich von einer Wahlärztin oder einem Wahlarzt behandeln lassen, gemäß gesetzlicher Bestimmungen 80 Prozent des Kassentarifes (jener Tarif, den die Kasse einem Kassenvertragsarzt für dieselbe Leistung bezahlt) rückerstattet, nachdem sie die saldierte Honorarordnung bei ihrer Krankenkasse eingereicht haben.

Die Satzungen und Krankenordnungen der einzelnen Krankenkassen sehen aber eine unterschiedliche Handhabung dieser gesetzlichen Regelung im ASVG vor. Manche Kassen bezahlen die vollen 80 Prozent ihres Kassentarifs, andere rechnen aber Einschränkungen (Degressionen oder Limite), die bei Kassenvertragsärztinnen und -ärzten bestehen, „künstlich“ hinein. Damit kann der tatsächliche Rückersatz weit unter den 80 Prozent des vollen Kassentarifs liegen.

Alle bezahlen den gleichen Prozentsatz ihres unselbständigen oder selbständigen Einkommens für die Krankenversicherung. Dafür bekommen sie aber unterschiedliche Leistungen.

Das ist ungerecht. Aber Patientengerechtigkeit muss sein. Die Plattform „Gerechtigkeit für Patienten durchsetzen“ (GePad) fordert daher, dass alle Krankenkasse ihren Versicherten die vollen 80 Prozent des Kassentarifs rückerstatten müssen.

In der Steiermark gibt es 1224 Wahlärztinnen und Wahlärzte, 641 davon sind hauptberufliche Wahlärztinnen und Wahlärzte.